"Blutige Ernte" - Falun Gong Report -
Organisierte Zwangsarbeit - Ausschlachten und Morden für Reiche & Devisen.


Aus gegebenen Anlass möchte ich heute ein Thema anschneiden, dass eigentlich so gar nicht zum Inhalt dieser Webseite passt, ich aber aufgrund der ungeheuerlichen Brisanz wegen hier dennoch veröffentlicht habe, da ich davon ausgehe kann, dass die Menschen in unserem Land und in der Weltöffentlichkeit vom Außmaß der Bedeutung die dem folgenden Beschreibungen zugrunde liegen bislang ähnlich wie ich, kaum etwas mitbekommen haben.

Andernfalls dürften alle freiheitlich gesinnten Menschen und Nationen zu RECHT erwarten, dass alle humanitär ausgerichteten Weltorganisationen den Verbrechensstaat China seiner zutiefst menschenverachtenden Staatspraktiken wegen umgehend und dauerhaft ächten, sanktionieren, nein sogar verpflichtet wären, die gewöhnlichen chinesischen Erdenbewohner umgehend vom Joch der Machthabenden in China zu befreien.

Nachdem was mir heute zufällig an chinesischem Willkürterror und langfristig geplanten Ermordungen gegenüber Millionen friedfertig gesinnter Mitbürger bekannt wurde, ist es für mich geradezu unfassbar, dass die westliche Zivilisation überhaupt noch Beziehungen zum Staat China unterhält, ja sich diesem System auf wirtschaftlicher und politischer Ebene auch gegenwärtig noch immer enger anzubiedern versucht.
Perverser kann Moral und Rechtstaatlichkeit ja wohl kaum mehr ausgehöhlt werden!

Doch worum geht’s eigentlich im Detail?
Den meisten von uns dürfte ähnlich wie mir der Begriff „Falun Gong“ schon mal bekannt geworden sein. Und zwar in vager Verbindung von länger zurückliegenden Nachrichtenmeldungen, die zum Inhalt hatten, dass es sich dabei um chinesisch verfolgte Sektenmitglieder, oder Anhänger einer friedliebenden Lebensart handelt.
Damit war mein bisheriges Wissen aber auch schon nahezu ausgeschöpft.

Irgendwo war dann auch noch mal davon die Rede, dass zum Tode verurteilten Delinquenten gewöhnlicher Verbrecher schon mal Lebensorgane entnommen wurden. Aber da um diese Meldungen kein größeres Aufheben gemacht wurde, konnte ich, wie wohl auch andere unserer durchschnittlich am Weltgeschehen interessierten Mitbürger von lässlichen Ausnahmefällen ausgehen.

China halt, wie es immer mal wieder von sich Reden macht, wenn von brutalen Übergriffen gegenüber tibetanischen Mönchen die Rede ist, die wiederholt versuchen auf die unrechtmäßige Besetzung und Zerschlagung der kulturellen Identifikation durch Chinas Zentralregierung auf sich aufmerksam zu machen.

In diesem Zusammenhang war mir auch der Begriff von Verfolgungen ideologisch Andersdenkender geläufig.
Eben hart, unangenehm und leider wohl auch viel zu oft mit bitteren Schmerzen verbunden.

Ansonsten galt mir China als Pseudonym weitgehend armer aber fleißig arbeitender Menschen, die vor allem als aufstrebende Wirtschaftsmacht von sich Reden machte, wenn auch nicht immer mit jenen „lauteren“ Mitteln und Sorge, mit der die Wirtschaft unserer westlichen Hemisphäre um ihr Ein und Auskommen bemüht ist.
Umweltverschmutzung, Wirtschaftsspionage, gesundheitsgefährdendes Billigplunder dreiste Plagiatverbreitung, Kinderarbeit, und praktizierte Todesstrafen, sind da eben noch weitere Aspekte, die ich bisher an immerzu freundlich lächelnde Chinesen verband.

Dieses ohnehin nicht sonderlich erfreuliche Bild hat für mich heute einen noch weit tieferen Riss in Bezug menschlicher Sozialisation und Ethikverständnis bekommen. Denn die Dimension mit der chinesische Betonblockkommunisten durch friedliche und in jeder Hinsicht ehrbarste Mitbürger ihren Machteinfluss gefährdet sehen, dürfte in DER Konsequenz an Menschenverachtung wohl geradezu beispiellos sein.

Dabei stellen Falun-Gong – Anhänger weder eine Sekte mit irgend gearteten Allmachtsansprüchen dar, noch gibt es einen Hinweis darauf, dass sie mit ihrer „Lebensart“ die den geistigen Werten wie Wahrhaftigkeit, Lauterkeit und Nachsicht gewidmet sind, jemals irgendwelche politische Ansprüche eingefordert hätten.

Ganz im Gegenteil, in der Entstehungsgeschichte von 1992 – 95 wurden sie noch wegen ihres ausgeprägten Gesundheitsbewusstseins staatlicherseits als Vorbilder gewürdigt.
Dies änderte sich allerding immer deutlicher, als sich diese Lebensart ausgeprägter Aufrichtigkeit und Ehrlichkeit als Massenphänomen weiter entwickelte und damit mit dem kommunistisch Staatsapparat von ausgeprägter Korruption, Unehrlichkeit und Gewalt kollidierte.
Anlass genug um seitens des Staates die Weiterverbreitung dieses friedliebenden "Unwesens" mit der Keule unnachgiebiger Repression einzudämmen.

Dabei begann die Eskalation und brutale Verfolgung durch einen Falun-Gong-kritischen Zeitungsartikel im April 1999, über dessen Inhalte sich Falun-Gong-Anhänger zu Unrecht diffamiert fühlten und mit einem an sich unscheinbaren Sitzstreik ihrem Protest Ausdruck verliehen.
Protest – und das noch in China? Nicht gerade undenkbar, aber dennoch höchst misstrauisch beäugt, rief hier den Staatsapparat auf den Plan der nicht lange fackelte und die Protestierenden als Störer des öffentlichen Friedens kurzerhand inhaftierten.

Die in der Mehrheit nicht weniger als wir gerechtigkeitsempfindlichen Chinesen mobilisierten daraufhin einige Tage darauf eine noch weit größere Versammlung, um in einer gemeinsamen Petition die Freilassung der zuvor Verhafteten einzufordern.
Die Menschenmasse verfehlte ihre Wirkung nicht. Die Inhaftierten wurden freigelassen und schon löste sich die Versammlung in aller gegenseitigen Friedsamkeit wieder auf.

Doch Pustekuchen, spätestens ab diesem Moment sah sich die kommunistische Elite ähnlich wie schon zur Zeit der Demokratiebewegung von 1989, dessen Freiheitsgeist am 4. Juni von Panzerketten und Waffengewalt brutal zermalmt, zerschossen, ja eben im Ergebnis von etwa 3000 friedfertigen Menschenleben in einem grausigen Blutbad ertränkt wurde, in ihrer allumfassenden Machtbeanspruchung bedroht.
Und sollte alsbald eine beispiellose Repression gegenüber allen Anhängern der Falun-Gong-Idee nach sich ziehen, die angesichts landesweit geschätzter 100 Millionen Anhängern, selbst noch den jüdischen Holocaust durch unser einstiges NS-Regime in den Schatten stellt.

Nein, ich denke hier wahrlich nicht zu übertreiben, wenn ich mir hierzu den niederschmetternde Untersuchungsbereicht des ehemaligen kanadischen Staatsekretärs David Kilgour und seines Mitstreiters dem renommierten Rechtsanwalt David Matas betrachte, der in einer erweiterten Version unter dem Titel: „Blutige Ernte“ veröffentlicht wurde.

Dieser erschütternde Report, lässt kaum noch vernünftige Zweifel daran übrig, dass die chinesische Regierung im gemeinsamen Schulterschluss mit dem Militärapparat, absolut friedfertige Anhänger einer harmlosen Lebensbewegung, systematisch verfolgt und aus finanziellen Profitstreben heraus zwangsarbeiten und ermorden lässt. Jedoch nicht ohne die Delinquenten zuvor in einem regelrecht pervers industrialisierten Prozess wie Schlachtvieh von allen Organen, wie Augenhornhäuten, Leber, Nieren, Herz, Lungen usw. auszuweiden, für die finanzkräftige Abnehmer eigens aus dem Ausland anreisen..
Dass heißt, diese Menschen werden zu Zigtausenden im ganzen Land so lange gefangen gehalten, bis kapitalträchtige Interessenten einen Bedarf angemeldet haben, um nach entsprechender Vorbestellung frisch geschlachtet – organmäßig verarbeitet und abschließend den Restleichnam zu spurloser Asche zu verbrennen.

Also Leute, ich kann es gar nicht fassen, dass so etwas überhaupt irgendwo auf dieser angeblich zivilisierten Welt praktiziert wird und nahezu alle Weltregierungen durch voneinander unabhängig erstellten Berichten bis in Details von diesem staatlich verordneten Massenmorden wissen, und…………………………, SCHWEIGEN !!!
Ja nicht nur Schweigen, sondern weiter und ungerührt ihren Geschäften mit solchen Mördern und Tyrannen nachgehen.
Profit und Renditen, werden über Menschenleben und Menschenrechte gestellt.

Ich erachte diese Ignoranz angesichts der vorhandenen Fakten im höchsten Maße als niederträchtigste Heuchelei.

Wo sind die humanitären Weltorganisationen, die selbsternannten Retter- Weltpolizisten, um den hilflosen Menschen zu ihrer naturgegebenen Freiheit zu verhelfen?

Diese entmenschlichte Praxis, davon kann mit hoher Wahrscheinlichkeit ausgegangen werden, dürfte auch noch gegenwärtig praktiziert werden und weiterhin Tag für Tag friedfertigen Menschen ihr einmalige Leben kosten.
Sie werden einer verquerten Ideologie wegen, die voraussehbar wie etliche Ideologien zuvor auf dem Müllplatz menschlicher Geschichte landen wird, völlig umsonst gepeinigt, ermordet und im wahrsten Sinn des Wortes ausgeschlachtet. Was da in China passiert ist weder gegenüber Einzelnen und noch weniger gegenüber Tausenden solcher Menschen zu tolerieren.
Die kleine elitäre "KUNDSCHAFT" die sich vornehmlich aus unserer christlichen WERTEGESELLSCHAFT rekrutiert, um ihrem ohnehin überflusserkrankten Dasein eine kurze Verlängerung zu erkaufen, machen sich an diesem Völkerunrecht genauso schuldig, wie jene, Geschäftsleute, die aus fernen Leid Zwangsarbeit und Tod bluttriefende Profite erzielen.
Es ist erschütternd, wie die Weltgemeinschaft diesem staatlich angeordneten Meuchelmorden teilnahmslos zusieht, …….., und schweigt!


Ich bin zutiefst erschüttert, schockiert, frustriert und deprimiert, aber ich möchte in keinem Fall sprachlos bleiben, sondern jeden Mitlesenden darum bitten, diesen grausamen Report selbst erstmal in seiner ganzen Länge durchzulesen und anschließend weiter zu tragen, damit niemand sagen kann, wir haben von allem nichts gewusst!
http://www.epochtimes.de/articles/2006/08/13/44571.html

Denn dieser Skandal, von dem ich auch erst heute rein zufällig über diesen Artikel aufmerksam wurde, sollte niemanden unberührt lassen, der/die vom freiheitlichen Selbstbestimmungsrecht jedes Einzelnen Menschen/Völker überzeugt ist.

Wir selber haben zwar nur bescheidene Möglichkeiten diesem zum Himmel schreienden VÖLKERUNRECHT Einhalt zu gebieten, aber wir können wenigstens aufmerksam machen.

Etwa mit der weiteren VerlinkungVerbreitung dieses Video, um den Beweis anzuführen mit welch beispielloser Brutalität chinesische Ordnungsorgane mit ihren freiheitlich gesinnten Menschen umgehen.
Hier möchte ich ergänzend anführen, dass der bestialisch zugerichtete Mann wenig später seinen Verletzungen erlag.

 














Was wir tun können?

Uns an das Auswärtige Amt wenden und Stellungnahmen einfordern.

Firmen anschreiben und ihnen den Grund mitteilen, warum wir künftig den Kauf ihrer Waren, sofern sie in China produziert wurden konsequent boykottieren werden.
Und uns vor allem an der Weiterverbreitung dieses fürchterlichen Dokuments beteiligen, damit dieses Unrecht beim Namen genannt wird und Regierungen zum Handeln bewegt werden.

Übrigens ist dieses Dokument nicht das einzige dieser Art. Denn es gibt wie ihr über die angezeigten Links erfahren werdet durchaus unabhängige Berichte die zu gleichen Ergebnissen gekommen sind.
Also bitte nicht wegschauen, sondern Beteiligen!!!!

Wir haben noch die Möglichkeit uns freiheitlich zu artikulieren.
Die unschuldigen und friedfertigen Menschen auf den idiologischen Schlachtbänken eines Verbrechensstaates haben hingegen keine Gelegenheiten mehr sich dieser fürchterlichen Staatswillkür zu erwehren.

Herzlichen DANK !

Klaus Klüber
2. Juni 2009!

2009-06-03

Nun hier eine erst Reaktion des auswärtigen Amtes auf meine per Emial gestellte Anfrage.
Im Wortlaut:

Sehr geehrte Damen und Herren

Gemäß dem angefügten Report, hier als Link: http://www.epochtimes.de/articles/2006/08/13/44571.html
der unvorstellbar menschenverachtende Ausschlachtpraktiken von inhaftierten Falon Gong - Anhängern in China beschreibt, deren "frischen" Lebensorgane an devisenträchtige "Kunden", vermarktet werden, möchte ich gern um Ihre Stellungnahme bitten, ob die Bundesregierung, insbesondere das auswärtige Amt über diese Praktiken unterrichtet ist und falls ja, welche Maßnahmen ergriffen wurden, um diesem klar ersichtlichen Menschen/Völkerrechtsbruch mit wünschenswerter Entschiedenheit entgegenzutreten?

Des Weiteren möchte ich gern darüber Auskunft erhalten, ob und in welcher Weise das auswärtige Amt, bzw. die Bundesregierung den Empfehlungen der Koalition zur Untersuchung der Verfolgung von Falun Gong (CIPFG) http://www.cipfg.de/front_content.php bislang Folge geleistet wurde?

Ihrer Antwort sehe ich mit großem Interesse entgegen und verbleibe einstweilen, mit freundlichen Grüßen aus Alzenau

Klaus Klüber

So, und hier die überraschend schnelle Rückantwort:

2009-06-03

Sehr geehrter Herr Klüber,

vielen Dank für Ihre Mail vom 02. Juni 2009, in der Sie Ihre Besorgnis über das Vorgehen der chinesischen Behörden gegen Falun Gong-Anhänger äußerten.
Die Bundesregierung setzt sich gegenüber der chinesischen Regierung regelmäßig im Rahmen des bilateralen Menschenrechtsdialogs wie auch bei politischen Gesprächen nachdrücklich für die Wahrung der Meinungs- und Pressefreiheit sowie für das Recht auf freie Religionsausübung, gegen jegliche Inhaftierung aus Gewissensgründen und damit auch gegen das unverhältnismäßige Vorgehen gegen Falun Gong-Praktizierende ein und wird dies auch künftig tun.
Für einige der von Falun Gong in ihrer Zeitung Epoch Times und in anderen Medien immer wieder vorgebrachten Vorwürfe, insbesondere für die Organentnahmen von lebenden Personen, haben die durchgeführten Gespräche und Recherchen bisher keinerlei Nachweis ergeben.

Mit freundlichen Grüßen
Im Auftrag
Dr. Klaus Vietze

Stellvertretender Referatsleiter Ostasien Auswärtiges Amt, Referat 341 Werderscher Markt 1
10117 Berlin
030-5000-3325

Ob Herr sich Dr. Vietze die Mühe gemacht hat, die dargelegten Fakten aus dem Falun Gong Report überhaupt zur Kenntnis zu nehmen, werde ich in Kürze weiter zu emitteln versuchen.

Schrieb ich ebenfalls am 3. Juni 09 in meinen Blog worauf sich dort, zu meiner Überraschung, Herr Dr. Vietze mit einem Kommentar zu Wort meldete.
Woraus wir lernen: Das Internet wird offensichtlich durch gescant.

Klaus Vietze (Besucher) 2009-08-07

Haben wir, Herr Klüber,
meine Antwort ging Ihnen am 9.6. zu.
Mit freundlichen Grüßen,
K. Vietze

Darauf meine Antwort vom 2009-08-07


Hallo und Willkommen Herr Dr. Vietze

Selbstverständlich habe ich die E-mail mit Ihrer Antwort bekommen.
Allerdings halte ich Ihre ausweichende Antwort für so wenig hilfreich, um meine Leser nicht mit derlei Inhaltslosigkeit belästigen zu wollen.

Ich bedauere zutiefst, dass unsere auswärts gerichtete Bürgervertretung die grausamen Praktiken des chinesischen Machtapparat gegenüber wehrlosen Falun Gong-Mitgliedern nicht als jene systemrelevanten Menschenrechtsverletzungen wahrnehmen „können“, wie dies von untereinander unabhängig arbeitenden Organisationen und einzelnen Menschenrechtsvertretern mit direkten Beweisen, als auch plausiblen Rückschlüssen sehr klar aus- bzw. nachgewiesen wurde.

Nennt man eine solche Relativierung der Wahrnehmung in diplomatischen Kreisen nicht Staatsräson, um einträgliche Handelsbeziehungen nicht zu gefährden?

In der Beziehung verstehen Sie Ihr Fach lieber Herr Dr. Vietze, denn wenn Ihnen wirklich etwas an einer inhaltlichen Auseinandersetzung gelegen hätte, wäre es Ihnen ein leichtes gewesen, meine Fragen meiner zweiten Email präzise zu beantworten.
Der Verzicht darauf war mir insoweit Antwort genug, um meine Leser nicht mit derart Belanglosigkeiten zu behelligen, wie diese aus Ihrem Antwortschreiben hervorgingen.

Doch da Sie nun aus welchen Gründen auch immer hierher gefunden und Stellung bezogen haben, werde ich niemanden mehr den weiteren Verlauf unserer Korrespondenz vorenthalten.
Und sei es nur, um Ihnen und Ihren Behördenmitarbeitern die Gelegenheit zu bieten Ihre Position, die Sie in Vertretung unserer aller Bürger wahrnehmen noch mal zu überdenken, oder soweit noch nicht geschehen den Falun Gong-Report mit offenen Augen und Herzen der Mitmenschlichkeit zu lesen.

Meine Hoffnungen auf entsprechende Einsichten und Handlungen fallen zwar recht spärlich aus, aber sollten Sie zu neuen An- oder Einsichten gelangen, würde ich mich freuen, wenn Sie sich hier mit entsprechenden Resultaten zurück melden würden.

Mit freundlichen Grüßen
Klaus Klüber


Nachfolgend die Korrespondenz, die ich bislang nicht veröffentlicht hatte.
Meine Mail vom 5. Juni 2009


Sehr geehrter Herr Dr. Vietze

Haben Sie vielen Dank für Ihre erfreulich schnelle Rückantwort, wie ich Ihnen und der Bundesregierung auch gleich ausdrücklich für Ihren Einsatz zur Umsetzung und Wahrung der internationalen Menschenrechtsabkommen danken möchte.

Sie führen an, dass Ihre bilateralen Gespräche und Recherchen keinen Nachweis der erhobenen Vorwürfe gemäß dem Falun Gong Report erbracht hätten.

Dieses Ergebnis erstaunt mich umso mehr, da der Report durch hochangesehene Persönlichkeiten abgebildet wurde, die meinem Wissen nach, in den verantwortlich zeichnenden Herren, David Kigour und David Matas nicht mal Anhänger oder Sympathisanten der Falun Gong-Idee darstellen.
Siehe: http://www.epochtimes.de/articles/2006/08/13/44571.html

Erstaunen auch insofern, da in weiteren voneinander unabhängig entstandenen Berichten gleichfalls über ähnlich eklatante Menschenrechtsverstöße berichtet wurde.

Aus nachvollziehbaren Gründen kann demnach der chinesische Staatsapparat natürlich kein Interesse daran haben, dass Sie oder wer auch immer, einen Nachweis der öffentlich erhobenen Vorwürfe finden werden.
Dies besagt aber doch nicht, dass die zusammengetragen Fakten und Rückschlussmöglichkeiten gegenstandslos sind, oder möchten Sie diese als bewusste Lügen deklarieren?
Wenn der Report hingegen nicht auf Lügen beruht, was ist er dann?

Reicht hier nicht bereits der Verdacht aus, um solchen Ungeheuerlichkeiten genauestens nachzugehen und selbst Nachteile in bestehende Handelsbeziehungen einzugehen, solange China nicht bereit ist, unabhängigen Untersuchungskommissionen die Möglichkeit einzuräumen den Beweis der Haltlosigkeit solcher Vorwürfe zu erbringen?

Gerade in Anbetracht der eigenen NS-Geschichte und dem damit verbundenen millionenfachen Leid des Holocaust, sehe ich gerade unser Land in der Verantwortung alles, aber wirklich nur alles menschenmögliche zu unternehmen, damit sich weder in unserem Land noch in einem anderen Land solch eine menschliche Katastrophe wiederholen kann, weil niemand bereit war auf bestehende Anzeichen zu achten, oder die Völkergemeinschaft auf bestehendes Unrecht aufmerksam gemacht wurde.
Daher erlauben Sie mir die Frage: Sind Sie sicher, dass alles Menschenmögliche getan wurde, um die erhobenen Vorwürfe soweit zu entkräften, dass Sie dafür sogar persönlich bereit wären, gegenüber späteren nachgewiesenen Opfern die Verantwortung solch einer Aussage zu tragen?

Ich bin mir natürlich darüber im Klaren, dass diese Frage einen provokanten, ja geradezu anmaßenden Charakter aufweist.
Bitte hiermit aber auch gleich um verständnisvolle Nachsicht, da ich damit lediglich demonstrieren möchte, dass jeder von uns in Verantwortung steht, nicht nur das eigene Handeln einer kritischen Prüfung zu unterziehen.

Ich bin gespannt in welche Weise Sie bereit sind auf die gestellten Fragen einzugehen.

Mit freundlichen Grüßen
Klaus Klüber

Hierauf folgte die Antwort des Vertreters des auswärtigen Amtes Herrn Dr. Vietze vom 9. Juni 2009


Sehr geehrter Herr Klueber,

Falun Gong galt der chinesischen Regierung insbesondere wegen der Fähigkeit dieser Bewegung, große Volksmassen zu mobilisieren, seit Mitte der 90er Jahre zunehmend als potentiell gefährlich. Ende Juli 1999 wurde unter Artikel 300 des Strafgesetzbuchs gegen Falun Gong und alle anderen Bewegungen, die als "häretischer Kult" eingestuft werden können, ein Verbot verhängt. Falun Gong wurde insbesondere auch wegen einer Kampagne zur Unterwanderung der KPCh und der staatlichen Verwaltungen aktiv verfolgt. Falun Gong entwickelte dann in Wechselwirkung von brutaler Verfolgung mit eigenen Gegenaktionen eine aktiv feindliche Haltung gegenüber der chinesischen Regierung und betreibt offen deren Sturz.
Seit 1999 sollen nach Berichten von Nichtregierungsorganisationen über 100.000 Anhänger willkürlich verhaftet oder unter Druck gesetzt worden sein, sich von der Bewegung loszusagen. Falun Gong-Anhänger werden weiterhin nachweislich und vielfach ohne rechtsstaatliches Verfahren im Rahmen der Administrativhaft zur „Umerziehung“ jahrelang festgehalten.
Unbestätigten Informationen von amnesty international zufolge sollen bislang insgesamt bis zu ca. 2000 Anhänger infolge der Haftbedingungen, teilweise auch von Folter und Misshandlungen, ums Leben gekommen sein.

Berichte über den Handel mit menschlichen Organen und die gezielte "Ausschlach­tung", "Harvesting", oder wie Sie schreiben "menschenverachtende Ausschlachtpraktiken von inhaftierten Falun Gong - Anhängern in China" weist die chinesische Regierung als Erfindungen von Falun Gong zurück. Auch die Bundesre­gierung kann die von Falun Gong weiterhin über Medien wie Epoch Times und mit Flugzetteln in Deutschland verbreitete Berichte über geheime Massenvernichtungslager, in denen in großem Umfang gezielt Organentnahmen durchgeführt würden, nicht bestätigen. Alle durchgeführten Gespräche, auch mit Dissidenten, Menschenrechtsanwälten und ehemaligen Häftlingen, intensive Recherchen der US-Regierung und anderer Institutionen, ergaben bisher keinen Nachweis, dass diese Berichte wahr seien.

In China wird weiterhin jährlich in mehreren Tausend Fällen die Todesstrafe vollstreckt, meist für Tötungsdelikte und für schwere Wirtschaftsvergehen. Die Zahl der Hinrichtungen nimmt, auch durch internationalen Druck, kontinuierlich ab, ist aber weiterhin sehr hoch.
Die chinesische Regierung bestätigte 2006, dass die Mehrzahl der in der chinesischen Transplantationsmedizin verwendeten Organe von diesen hingerichteten Gefangenen stammen.
Darauf beziehen sich auch die Angaben in dem von Ihnen zitierte Bericht von David Kigour und David Matas. Das chinesische Gesundheitsministerium wies in diesem Zusammenhang darauf hin, dass China als Mitglied der WHO die 1991 von der WHO aufgestellten Richtlinien für Organtransplantationen stets befolgt habe. Organe von exekutierten Gefangenen können nach Angaben des Gesundheitsministeriums nur auf der Grundlage einer schriftlichen Einverständniserklärung der Spender oder ihrer Angehörigen entnommen und verpflanzt werden. Es dürften nur für Transplantationen zugelassene Ärzte an "erstklassigen Krankenhäusern" Organtransplantationen durchführen. Der Handel mit menschlichen Organen ist in China gesetzlich verboten. Die chinesische Regierung hat nach eigenen Angaben die entsprechenden Kontrollmaßnahmen seit 2005 deutlich verschärft.

Die Abschaffung der Todesstrafe und der damit verbundenen Organentnahmen werden in politischen Gesprächen mit der chinesischen Regierung sowohl seitens der Bundesregierung als auch seitens der Europäischen Union kontinuierlich angesprochen. Diese Fragen sind auch Gegenstand des bilateralen Menschenrechtsdialogs (nächster Termin Herbst 2009) und des EU-China-Menschenrechtsdialogs. Die Notwendigkeit, den internationalen Druck in diesen Fragen aufrechtzuerhalten, ist allen Beteiligten bewusst. Wir sind davon überzeugt, dass wir damit zu einer schrittweisen Verbesserung der Menschenrechtssituation in China beitragen.

Mit freundlichen Grüßen,

Dr. Klaus Vietze

Stellvertretender Referatsleiter Ostasien Auswärtiges Amt, Referat 341 Werderscher Markt 1
10117 Berlin
030-5000-3325

siehe auch:
www.de.clearharmony.net
oder: www.falungong.de/news/organhandel.html